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FAQ
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Fahren mit Sozius

Wie heisst es so schön: "Geteilte Freude ist doppelte Freude. Das gilt auch bei Motorradfahrten. Viele Motorradfahrer reisen gerne zu zweit, da dies den Fahrspass und die Erlebnistiefe intensiviert. Die Saison neigt sich langsam dem Ende zu, doch noch haben Sie gut einen Monat Zeit, die letzten schönen Fahrten zu geniessen, bevor uns der Herbst ganz einnimmt.

Wenn Sie einen Beifahrer mit auf Ihre nächste Tour nehmen, sollten Sie unbedingt die geltenden Regeln kennen und beachten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie und Ihr Sozius sicher unterwegs sind und Spass haben.
Folgend beantworten wir ein paar Fragen, die Regeln und Do's & Dont's beinhalten.

 

Gibt es ein Mindestalter für den Beifahrer?

Es gibt keine Altersbegrenzung für das Mitnehmen eines Kindes, jedoch müssen einige Bedingungen erfüllt sein:
• Die Person muss rittlings sitzen und Trittbretter oder Fussrasten benutzen können
• Ein Kind unter 7 Jahren darf nur auf einem durch das kantonale Strassenverkehrsamt bewilligten Kindersitz mitgeführt werden

Auch wenn es nicht verboten ist Kinder als Beifahrer mitzunehmen, rät die bfu (Beratungsstelle für Unfallverhütung) davon ab.

 

Ist der Beifahrer dazu verpflichtet einen Helm zu tragen?
Ein Motorrad-Schutzhelm ist auch für Mitfahrer vom Gesetz zwingend vorgeschrieben. Jedoch sollte er passen und mit einer aktuellen Prüfnorm optimalen Schutz bieten. Auf keinen Fall einen zu grossen Ersatzhelm, der schützt nämlich nur vor Bussgeld.

 

Darf der Beifahrer alkoholisiert sein?
Grundsätzlich gilt für Motorradfahrer die gleiche Promillegrenze wie für PKW-Fahrer. Ab 0,5 Promille am Steuer spricht man von einer Ordnungswidrigkeit; ab 1,1 Promille von einer Trunkenheitsfahrt. Kommt es zu einem Unfall, kann schon ein Wert ab 0,3 Promille als Trunkenheitsfahrt gelten.
Für den Sozius gibt es zwar keine direkte Promillegrenze, allerdings ist der Fahrzeugführende verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs immer gewährleitstet ist.

 

Muss der Beifahrer zusätzlich versichert sein?
Unter folgenden Voraussetzungen darf man beim Motorradfahren einen Beifahrer dabeihaben, ohne dass Einschränkungen beim Versicherungsschutz entstehen:
• Das Motorrad ist zugelassen und hat gültige Nummernschilder
• Es besteht eine Haftpflichtversicherung
• Fahrer und Sozius sind mit einem Helm ausgerüstet
• (Beide Motorrad-Nutzer sind mit Schutzkleidung unterwegs)
• Das Motorrad hat Fussrasten und Haltegriffe für den Beifahrer, die dieser auch erreicht

Allerdings könnte die Versicherung nicht greifen, wenn der Fahrer einen Unfall durch Trunkenheit verursacht, grobfahrlässig oder sogar vorsätzlich falsch handelt.
Wer auf Nummer sichergehen möchte, sollte zusätzlich eine Benützer-Unfallversicherung abschliessen. Mit der Benützer-Unfallversicherung sind bei einem Unfall der Lenker inklusive Mitfahrer vor finanziellen Folgen geschützt. Darin inbegriffen sind in der Regel Heilungskosten und Spitaltaggeld, Rettungs- und Transportkosten sowie Invaliditäts- und Todesfallkapital.


Die 10 Gebote für Fahrer und Beifahrer
Mit folgenden 10 Geboten sind Sie sicher unterwegs und dem Tandem-Vergnügen steht nichts mehr im Wege.

 

Fahrer
1. Fahrwerk und Reifendruck anpassen
2. Dem Beifahrer Motorrad-und Fahrtechnik erläutern
3. Zeichen für Verständigung ausmachen
4. Nicht ruckartig beschleunigen oder bremsen
5. Nicht schneller als 160 km/h


Beifahrer
6. Sicherheitskleidung tragen
7. Verkehrsgeschehen verfolgen
8. Nah an den Fahrer rücken
9. Bei Kurven eine Linie mit dem Fahrer bilden
10. In Linkskurven links, in Rechtskurven rechts über die Schulter schauen